Gemüse-Saisonstart in Oberösterreich
Nach einem trockenen, aber kalten Winter, ausreichend Niederschlägen im Februar und vielen vergleichsweise warmen Tagen Ende Februar und im März waren die Anbaubedingungen für das Frischgemüse im Freiland optimal und so können viele Gemüsearten wie z.B. Radieschen, Salate, Jungzwiebel, Kohlrabi bereits jetzt in bester Qualität und großer Menge an den Lebensmittelhandel (LEH) geliefert werden. Der handarbeitsintensive Gemüsebau hat aber auch viele Herausforderungen zu meistern, wobei der entscheidende Punkt immer noch die hohen, wettbewerbsbenachteiligenden Lohnnebenkosten in Österreich sind. Die Entscheidung, die heimische Gemüseproduktion abzusichern, ist zu treffen.
„Der erwerbsmäßige landwirtschaftliche und gärtnerische Gemüseanbau wird in Oberösterreich 2026 von 172 Betrieben auf einer Gesamtanbaufläche von 2.073 Hektar betrieben. Die Anbaufläche steigt heuer erfreulicherweise weiter geringfügig um ca. 14 Hektar an. Für die Saison 2026 werden daher bei den rund 80 verschiedenen Gemüsearten ca. 82.000 Tonnen Erntemenge mit einem Gesamtproduktionswert von ca. 68 Millionen Euro Rohertrag erwartet. Das Produktionsjahr 2025 war gekennzeichnet durch eine hervorragende Produktion mit überdurchschnittlichen Hektarerträgen bei den meisten Kulturen. Damit ging allerdings auch ein enormer Preisverfall, z.B. bei Salaten, Wurzelgemüsen, Zwiebeln und auch Erdäpfeln einher“, gibt LK-Präsident Franz Waldenberger einen Überblick.
Stellvertretend für die OÖ Gemüsebauern wird hier der Gemüsehof Kirchgatterer in Ohlsdorf vorgestellt, auf dem Michael und sein Team für regionale und saisonale Frische stehen. Auf etwa 14 Hektar Freiland- und zirka 2.000 m2 Gewächshausfläche wird eine Vielzahl von Gemüsearten und -sorten angebaut. So werden im Saisonverlauf an die 50 verschiedene Gemüsearten in etwa 100 Variationen produziert. Das jüngste Projekt ist der Anbau von Ingwer – im Jahr 2025 konnten hier schon etwa 40 Kilogramm von bester Qualität geerntet werden.