Insgesamt 1.341 Absolventinnen und Absolventen haben heuer in Oberösterreich den
Facharbeiterbrief erhalten. Entweder in den landwirtschaftlichen Fachschulen oder über
die Lehrlings- und Fachausbildungsstelle OÖ, die das Angebot der Schulen ergänzt.
An den 15 Standorten des
landwirtschaftlichen Schulwesens
wurden heuer insgesamt
1.111 Schülerinnen und Schüler
der Facharbeiter verliehen.
Sie haben entweder im klassischen
Bildungsweg, drei Jahre
die Schulbank gedrückt, oder
im zweiten Bildungsweg die
Abendschule besucht. „Für unsere
Absolventinnen und Absolventen
stehen alle Türen offen.
Ob in der Land- und Forstwirtschaft,
in der Pflege oder in
der Wirtschaft – die Nachfrage
nach ihren Qualifikationen
ist groß. Viele wechseln direkt
von der Schulbank in den Beruf.
Gleichzeitig übernehmen
zahlreiche junge Menschen
die elterlichen Höfe und bringen
frische Ideen, Innovationen
und modernes Unternehmertum
in die heimische
Land- und Forstwirtschaft. Sie
sind damit ein wichtiger Garant
für die Zukunft unserer
bäuerlichen Familienbetriebe
und des ländlichen Raums“,
so Agrar-Landesrätin Michaela
Langer-Weninger.
Nicht nur die Zahl der Absolventinnen
und Absolventen
ist erfreulich – auch das Interesse
an einer Ausbildung im
agrarischen Schulwesen bleibt
ungebrochen. Die anhaltend
hohe Nachfrage nach Ausbildungsplätzen
zeigt, dass viele
junge Menschen ihre Zukunft
nach wie vor in der Land- und
Forstwirtschaft sehen. Im vergangenen
Schuljahr besuchten
mehr als 3.300 Schülerinnen
und Schüler eine der 15 oberösterreichischen
landwirtschaftlichen
Berufs- und Fachschulen.
Die Anmeldungen für das
kommende Schuljahr lassen
erneut steigende Schülerzahlen
erwarten.
„Unsere Schulen verbinden
fundiertes Fachwissen mit viel
Praxis und bereiten junge Menschen
optimal auf die Anforderungen
der Arbeitswelt vor. Mit
vier modernen Ausbildungsschwerpunkten
und zusätzlichen
Qualifikationen – etwa in
der Pflege, die bereits an acht
Standorten angeboten wird –
entwickeln wir unser Bildungsangebot
laufend weiter und
schaffen attraktive Zukunftsperspektiven“,
resümiert Agrar-
Landesrätin Michaela Langer-
Weninger.
Auch die Nachfrage nach einer
landwirtschaftlichen Ausbildung
im zweiten Bildungsweg
ist groß. Neben dem vielfältigen
Angebot der Abendschullehrgänge
der landwirtschaftlichen
Fachschulen bieten
Partnerorganisationen wie das
Ländliche Fortbildungsinstitut (LFI), die Imkerschule, die
Forstliche Ausbildungsstätte
Traunkirchen und die Bundesanstalt
für Wasserwirtschaft in
Scharfling Facharbeiterausbildungen
über den zweiten Bildungsweg
an. Dieses Angebot,
das von der Land- und forstwirtschaftlichen
Lehrlingsund
Fachausbildungsstelle OÖ
koordiniert wird, ergänzt die
schulische Ausbildung ideal
und gewährleistet damit ein
durchgehendes Bildungsangebot.
Insgesamt haben 2025/26
330 junge Menschen über diese
Ausbildungsschiene einen
Facharbeiterbrief erhalten.
205 haben ihre Ausbildung am
Landwirtschaftlichen Fortbildungsinstitut
(LFI) absolviert,
112 von ihnen haben an der
FAST Traunkirchen abgeschlossen
und 13 am BAW Scharfling.
Die Imkerschule hat heuer keiner
absolviert.
„Die landwirtschaftliche
Ausbildung hat eine so eine
großartige Nachfrage, weil sie
theoretisches und praktisches
Wissen auf besondere Weise
verbindet. Um einen landwirtschaftlichen
Betrieb in eine erfolgreiche
Zukunft führen zu
können, braucht es handwerkliche
Fertigkeiten, aber auch
ein großes Fachwissen. Wenn
die Schülerinnen und Schüler
ihren Facharbeiterbrief in den
Händen halten, haben sie die
Gewissheit, in beiden Bereichen
gut gerüstet zu sein“, so
die LK OÖ-Vizepräsidentin Rosemarie
Ferstl überzeugt.