Einschleppung von Krankheiten verhindern
Ein ASP-Ausbruch hätte für die österreichische Schweinewirtschaft, angefangen von den Landwirtinnen und Landwirten bis zu den Fleischverarbeitenden und den vermarktenden Betrieben, enorme Auswirkungen:
Schutz vor einer Infektion des eigenen Schweinebestandes können die Umsetzung von rigorosen Biosicherheitsvorkehrungen bringen.
Es muss verhindert werden, dass Tiere oder Menschen Krankheiten in den Bestand einschleppen.
- Radikale Einschränkung beim Tierverkehr und beim internationalen Fleischverkauf und daraus resultierender Erzeugerpreisverfall
Schutz vor einer Infektion des eigenen Schweinebestandes können die Umsetzung von rigorosen Biosicherheitsvorkehrungen bringen.
Es muss verhindert werden, dass Tiere oder Menschen Krankheiten in den Bestand einschleppen.
Personenverkehr
Dieser darf nur kontrolliert und nur für Befugte möglich sein. Ein Stalltafel "Wertvoller Tierbestand - Betreten verboten" macht das deutlich. Jeder Besucher am Hof muss die Tafeln zu sehen bekommen. Zusätzlich müssen alle Türen nach außen versperrt sein.
- Türen sind mit sicheren Schlössern versperrt: Zylinderschloss od. Riegel von innen
- Bewegungsmelder aktivieren die Beleuchtung
- Wenn der Stall in einer Einzellage abseites des Wohnbereichs steht: (Wild) Kameras und Hinweistafel "Videoüberwachung" aufhängen
Katzen und Hunde
Haustiere haben im Stall nichts zu suchen. Der Hofhund, der bei manchen Betrieben Haus und Hof bewacht, kann Kontakt zu Wildtieren haben, vor allem dann, wenn dieser eventuell auch zur Jagd eingesetzt wird. Dass es in diesem Zusammenhang zu einer möglichen Übertragung von Krankheiten in den Nutztierbestand kommen kann, ist naheliegend.
Umzäunung
In europäischen Hochburgen der Schweinewirtschaft sind die Betriebe eingezäunt. Das ist hierzulande nur sehr selten der Fall. Wenn die Gegebenheiten passen, sollte aber daran gedacht werden. So z.B. hat ein Landwirt zwischen seinen Gebäuden einen Zaun errichtet. So kann er sicher sein, dass kein neugieriger oder unliebsamer Besucher direkt von der Landesstraße auf seinen Betrieb kommen und im Hof steht.
Die Verladerampe
Unter geeigneten Einrichtungen zum Verladen von Schweinen versteht man laut Schweinegesundheitsverordnung dass das:
Viele Bauern verbessern die Verladesituation, weil sich dadurch Vorteile bei jeder Verladung ergeben. Mittlerweile gibt es dazu viele praktische Beispiele. Die Beratung unterstützt bei Fragen.
- Zurücklaufen von Schweinen, die sich schon am Transportfahrzeug befunden haben, verhindert wird
- eine Möglichkeit zum Waschen der Verladeeinrichtungen und Transportfahrzeuge gegeben sein muss
Viele Bauern verbessern die Verladesituation, weil sich dadurch Vorteile bei jeder Verladung ergeben. Mittlerweile gibt es dazu viele praktische Beispiele. Die Beratung unterstützt bei Fragen.
Futterlager
Futter und Einstreu ist vor Wildschweinen und Wildtieren geschützt zu lagern. dan in der Schweinemast kein Grundfutter eingesetzt wird, ist dieser Aspekt unbedeutend. Sehr wohl aber bei Betrieben, die Stroh einsetzen, bzw. in Zuchtsauenbetrieben.
Da über frisches Gras oder Grassilagen eine Krankheitsübertragung von Wildtieren möglich ist, soll auf das Verfüttern an Zuchtsauen oder Fütterung in den Auslauf von Mastschweinen unbedingt verzichtet werden. Stroh und Heu, falls es aus einem infizierten Gebiet stammt, kann ebenfalls infektiös sein.
Da über frisches Gras oder Grassilagen eine Krankheitsübertragung von Wildtieren möglich ist, soll auf das Verfüttern an Zuchtsauen oder Fütterung in den Auslauf von Mastschweinen unbedingt verzichtet werden. Stroh und Heu, falls es aus einem infizierten Gebiet stammt, kann ebenfalls infektiös sein.
Kadaverlager
Mittlerweile lagern fast alle Schweinehalter die verendeten Schweine abseits des Stalles.
Folgende Bedingungen sollen erfüllt werden
Fronladerschaufeln, die mit einem Deckel ergänzt wurden sind eine praktikable Möglichkeit. Der große Vorteil dabei ist die Transportabilität. Ist die Schaufel mit dem verendeten Schwein an der Zufahrtsstraße abgestellt, dann ist das Risiko der Krankheitsübertragung druch den TKV-1 Transportfahrzeug wesentlich gemindert. Eine entleerte Schaufel kann am Waschplatz gewaschen und gegebenenfalls desinfiziert werden.
Folgende Bedingungen sollen erfüllt werden
- Gegen Zutritt Unbefugter gesichert
- Das Eindringen von Schadnagern, Wildtieren, Haustieren wird verhindert
- Leicht zu reinigen
- Behälter kann möglichst ohne Befahren des Betriebsgeländes entleert werden
Fronladerschaufeln, die mit einem Deckel ergänzt wurden sind eine praktikable Möglichkeit. Der große Vorteil dabei ist die Transportabilität. Ist die Schaufel mit dem verendeten Schwein an der Zufahrtsstraße abgestellt, dann ist das Risiko der Krankheitsübertragung druch den TKV-1 Transportfahrzeug wesentlich gemindert. Eine entleerte Schaufel kann am Waschplatz gewaschen und gegebenenfalls desinfiziert werden.
Schadnagerbekämpfung
Die Schäden durch Ratten und Mäuse sind hinlänglich bekannt: Sie fressen nicht nur Getreide und und gemischtes Futter, sondern auch Isoliermaterial von Gebäude (zB Styropor) und Kabeln. Nicht selten hat ein technischer Defekt, bei Lüftung und Fütterung durch eine angebissene Isolierung im Kabelschacht, seinen Ursprung.
Der Mäuse- und Rattenkot stellt nicht nur ein hygienisches Problem dar, sondern vor allem auch ein gesundheitliches Risiko. Oft wird übersehen, dass durch Ratten und Mäuse Salmonellen, Dysenterie, Brucellose und die Afrikanische bzw. klassisches Schweinepest übertragen. Da Schadnager oft von außen zuwandern können damit auch Krankheiten aus der Umgebung (z.B. von Hasen) auf den Nutztierbestand eingetragen werden.
Alternative Haltungssystem mit Auslauf, Stroh und Misthaufen eröffnen den Schadnagern neue Aufenthalts- und Vermehrungsräume, die es z.B. am Vollspaltenboden nicht gibt.
Der Mäuse- und Rattenkot stellt nicht nur ein hygienisches Problem dar, sondern vor allem auch ein gesundheitliches Risiko. Oft wird übersehen, dass durch Ratten und Mäuse Salmonellen, Dysenterie, Brucellose und die Afrikanische bzw. klassisches Schweinepest übertragen. Da Schadnager oft von außen zuwandern können damit auch Krankheiten aus der Umgebung (z.B. von Hasen) auf den Nutztierbestand eingetragen werden.
Alternative Haltungssystem mit Auslauf, Stroh und Misthaufen eröffnen den Schadnagern neue Aufenthalts- und Vermehrungsräume, die es z.B. am Vollspaltenboden nicht gibt.
Für eilige Leser:
- Durch Biosicherheitsmaßnahmen eine Krankheitseinschleppung vermindern
- Personenverkehr verringern
- Besonders Neugieirige und Stalleinbrecher keine Chance geben
- An eine Umzäunung denken
- Hauskatzen und Hunde nicht in den Stall lassen
- Jeder der in den Stall geht, muss durch die Hygieneschleuse durch
- Ausreichend große Verladerampe drängt den Transporteur weiter weg und ist zugleich die Visitenkarte eine Schweinemästers
- Wildschweinsichere Futterlagerung: durch Grünfutter und Grassilagen können Krankheitsserreger eingeschleppt werden
- Kadaverlager möglichst weit weg vom Nutztierbestand
- Mäuse und Ratten laufend bekämpfen und nicht erst wenn der Befallsdruck offensichtlich ist.
- Hohe Biosicherheitsmaßnahmen erfüllen dann ihren Zweck wenn sie kompromisslos eingehalten werden.