DIe Bäuerin: „Man lernt nie aus – und will i a nie“
Im April 2026 schlossen beide
den landwirtschaftlichen
Meister mit Auszeichnung
ab. Ein Zeichen für ihren Anspruch,
fachlich wie unternehmerisch
immer besser zu werden.
Sandra hinterfragt viel,
plant und entwickelt weiter.
Vor allem aber spürt man eines:
echte Begeisterung für das,
was sie tut.
„Ich bin auf einem Milchviehbetrieb
aufgewachsen und
war immer stolz darauf, wo ich
herkomme“, erklärt Sandra.
Schon als Kind kannte sie jede
Kuh beim Namen. Eine prägende
Erfahrung erlebte sie mit elf
Jahren: Kurz nach dem Stallneubau
erlitt ihr Vater einen
Bandscheibenvorfall und fiel
wochenlang aus: „Da musste
die Familie zusammenhalten.“
Sandra half täglich im Stall
und bemerkte, wie wenig Verständnis
Gleichaltrige dafür
aufbrachten. „Ich habe mich
gefragt, warum unser Tun so
wenig wertgeschätzt wird“, so
die 25-Jährige. Diese Erfahrung
hat sie jedoch noch stärker mit
der Landwirtschaft verbunden.
„Meine Eltern haben nie gejammert,
wir durften freiwillig
helfen und sie zeigten uns, wie
schön dieses Leben sein kann.“
Durch Praktika an der HBLA
Elmberg, sammelte sie Erfahrungen
auf der Alm, auf einem
Betrieb in Schweden mit 350
Kühen und in der Fütterungsberatung.
„Ich wollte überall
reinschnuppern.“ Ihr Weg
führte sie dann zur Firma Lely,
wo sie vier Jahre als Herdenmanagementberaterin
arbeitete
und zuletzt ein Team von zehn
Mitarbeitenden leitete. Als klar
wurde, dass der Betrieb Unterstützung
braucht, entschied
sie sich den Betrieb gemeinsam
mit Robert zu bewirtschaften.
„Es war ein mutiger Schritt, als
Frau eine erfolgreiche Arbeit
aufzugeben. Aber wir haben es
uns gut überlegt und gesehen,
welches Potenzial wir hier am
Hof haben.“
Wie sieht ein typischer Tag
bei Dir aus?
Sandra lacht: Es gibt keinen typischen Tag. Ich würde am liebsten alles planen, aber in der Landwirtschaft funktioniert das oft nicht. Früher hat mich alles sofort überrollt. Mittlerweile beginnt mein Tag bewusst langsam, zuerst ein paar ruhige Minuten bei einem Kaffee, dann erst die Stallarbeit mit den ersten anfallenden To- Dos. Heute helfen mir fixe Wochenroutinen, den Überblick zu behalten. Ich bin hauptverantwortlich für Stall, Tiere, Herdenmanagement und Büro, Robert für Außenwirtschaft, Instandhaltung und Wald. Größere Entscheidungen treffen wir beiden immer gemeinsam.
Was gibt Dir Kraft und wo stoßt Du an deine Grenzen?
Sandra: Sichtbare, messbare Fortschritte am Betrieb, aber vor allem gesunde Tiere. Wenn das rennt, läuft alles andere auch leichter. Sie betont dabei, wie wichtig es ist, sich in der Selbständigkeit Erfolge bewusst zu machen. Niemand lobt einen, das muss man selbst übernehmen. Nur wer sich Ziele setzt, kann sie auch feiern. Aber auch die Stille morgens und das Zwitschern der Vögel, das gibt mir wirklich Kraft. Gleichzeitig spricht Sandra offen über die schwierigen Seiten: kranke Tiere, die alles andere in den Hintergrund drängen, und die Schwierigkeit, sich Freizeit zu nehmen, auch wenn die To-Do Liste wartet. Am Arbeitsplatz zu wohnen, ist Fluch und Segen zugleich. Deshalb sind Softskills und mentale Gesundheit bedeutend. Das Allerwichtigste ist, dass es den Menschen am Hof gut geht, nur dann kann es dem Betrieb gut gehen.
Was möchtest Du anderen jungen Bäuerinnen mitgeben?
Sandra: Einfach das machen, was einem taugt – und so, wie es einem taugt. Gerade junge Frauen stoßen oft auf Erwartungen von außen: von Familie, Umfeld, Gesellschaft. Da sollte man sich nicht unterkriegen lassen. Wichtiger ist es, den eigenen Weg zu gehen und sich selbst treu zu bleiben.
Sandra lacht: Es gibt keinen typischen Tag. Ich würde am liebsten alles planen, aber in der Landwirtschaft funktioniert das oft nicht. Früher hat mich alles sofort überrollt. Mittlerweile beginnt mein Tag bewusst langsam, zuerst ein paar ruhige Minuten bei einem Kaffee, dann erst die Stallarbeit mit den ersten anfallenden To- Dos. Heute helfen mir fixe Wochenroutinen, den Überblick zu behalten. Ich bin hauptverantwortlich für Stall, Tiere, Herdenmanagement und Büro, Robert für Außenwirtschaft, Instandhaltung und Wald. Größere Entscheidungen treffen wir beiden immer gemeinsam.
Was gibt Dir Kraft und wo stoßt Du an deine Grenzen?
Sandra: Sichtbare, messbare Fortschritte am Betrieb, aber vor allem gesunde Tiere. Wenn das rennt, läuft alles andere auch leichter. Sie betont dabei, wie wichtig es ist, sich in der Selbständigkeit Erfolge bewusst zu machen. Niemand lobt einen, das muss man selbst übernehmen. Nur wer sich Ziele setzt, kann sie auch feiern. Aber auch die Stille morgens und das Zwitschern der Vögel, das gibt mir wirklich Kraft. Gleichzeitig spricht Sandra offen über die schwierigen Seiten: kranke Tiere, die alles andere in den Hintergrund drängen, und die Schwierigkeit, sich Freizeit zu nehmen, auch wenn die To-Do Liste wartet. Am Arbeitsplatz zu wohnen, ist Fluch und Segen zugleich. Deshalb sind Softskills und mentale Gesundheit bedeutend. Das Allerwichtigste ist, dass es den Menschen am Hof gut geht, nur dann kann es dem Betrieb gut gehen.
Was möchtest Du anderen jungen Bäuerinnen mitgeben?
Sandra: Einfach das machen, was einem taugt – und so, wie es einem taugt. Gerade junge Frauen stoßen oft auf Erwartungen von außen: von Familie, Umfeld, Gesellschaft. Da sollte man sich nicht unterkriegen lassen. Wichtiger ist es, den eigenen Weg zu gehen und sich selbst treu zu bleiben.
Und genau diesen Weg geht Sandra
auch, mit Herz, Fachwissen,
Mut und einer großen Portion Leidenschaft
für die Landwirtschaft.