Braune Blätter im Sommer: Was dahintersteckt
Kein normaler Herbst
Braune, welke Blätter und lichte Kronen bereits im Sommer sind ungewöhnlich. Der Grund dafür ist meist Hitze und Wassermangel. Auch Regen ändert daran oft wenig. In tieferen Bodenschichten fehlt weiterhin Wasser.
Laubbäume reagieren auf diesen Stress auf unterschiedliche Arten. Im günstigsten Fall erkennt der Baum über Stresshormone, dass die Wasserreserven im Boden erschöpft sind, und leitet aktiv den Blattfall ein. Anders als beim normalen Herbstprozess gelingt die Rückholung der Nährstoffe dabei aber nur unvollständig. Schädigen Hitze und Trockenheit das Blattgewebe dagegen direkt, vertrocknet das Blatt unkontrolliert, meist von den Rändern her, ohne dass der Baum Nährstoffe retten kann. Am ungünstigsten ist eine dritte Variante: Manche Blätter vertrocknen so rasch, dass gar keine biochemischen Abbauprozesse mehr einsetzen können. Sie fallen grün vom Baum, dabei gehen fast alle Nährstoffe verloren.
Alle drei Formen sehen äußerlich ähnlich aus, bedeuten für den Baum aber sehr Unterschiedliches. Je nachdem, wie viel Zeit für die Nährstoffrückholung bleibt, rettet der Baum einen Teil seiner Reserven oder er verliert sie fast vollständig.
Laubbäume reagieren auf diesen Stress auf unterschiedliche Arten. Im günstigsten Fall erkennt der Baum über Stresshormone, dass die Wasserreserven im Boden erschöpft sind, und leitet aktiv den Blattfall ein. Anders als beim normalen Herbstprozess gelingt die Rückholung der Nährstoffe dabei aber nur unvollständig. Schädigen Hitze und Trockenheit das Blattgewebe dagegen direkt, vertrocknet das Blatt unkontrolliert, meist von den Rändern her, ohne dass der Baum Nährstoffe retten kann. Am ungünstigsten ist eine dritte Variante: Manche Blätter vertrocknen so rasch, dass gar keine biochemischen Abbauprozesse mehr einsetzen können. Sie fallen grün vom Baum, dabei gehen fast alle Nährstoffe verloren.
Alle drei Formen sehen äußerlich ähnlich aus, bedeuten für den Baum aber sehr Unterschiedliches. Je nachdem, wie viel Zeit für die Nährstoffrückholung bleibt, rettet der Baum einen Teil seiner Reserven oder er verliert sie fast vollständig.
Langfristige Nachwirkungen
Ein einzelnes Trockenjahr ist für einen Baum oft erst der Anfang. Die eigentlichen Folgen zeigen sich häufig erst später.
- Fällt das Laub schon im Sommer ab, verkürzt sich die Photosynthese Zeit um 8 bis 12 Wochen. Der Baum produziert dadurch weniger Energie, was ihm bei der Bildung neuer Triebe und Feinwurzeln im folgenden Jahr fehlt.
- Bei Hitzeschäden kommt ein zweites Problem dazu. Anders als beim geordneten Laubfall im Herbst kann der Baum Stickstoff und Phosphor nicht mehr aus dem Blatt zurückholen. Sie bleiben im abgefallenen Laub und gelangen nur langsam und in geringerer Menge über den Boden zurück zum Baum.
- Auch das Wasserleitsystem trägt bleibende Schäden davon. Leitbahnen, die durch Luftblasen verstopft wurden, erholen sich nicht mehr. Der Baum gleicht diesen Verlust aus, indem er in den folgenden Jahren weniger Blattfläche bildet. Genau das zeigt sich dann im Folgejahr als lichtere Krone.
- Ein geschwächter Baum ist zudem leichter angreifbar. Ihm fehlt die Kraft, ausreichend Harz oder Wundgewebe zu bilden. Das macht ihn anfälliger für Borkenkäfer, Pilze und andere Schädlinge, oft erst ein bis drei Jahre nach dem eigentlichen Trockenjahr.