Bauernfamilien erwarten rasche Entscheidung zur Dürrehilfe
Die heurige Dürresituation verursacht in der heimischen Landwirtschaft ein noch nie dagewesenes Schadensausmaß. Lagen die Schäden im letzten großen Dürrejahr 2018 bundesweit bei 230 Mio. Euro, so sind heuer nach Angaben der österreichischen Hagelversicherung bereits bisher Schäden im Gesamtausmaß von einer Milliarde Euro angefallen. Davon sind nur etwa 400 Mio. Euro durch Dürreversicherungen gedeckt. Wie schon 2018 ist auch diesmal Oberösterreich ein hauptbetroffenes Bundesland. Auswirkungen der Dürre gibt es in allen Produktionssparten, die höchsten Schäden sind aber insbesondere am Grünland und damit in der Viehwirtschaft, bei den Herbstkulturen im Ackerbau sowie im Obst- und Gemüsebau zu verzeichnen.
„Die massiv gestiegenen Betriebsmittelpreise bei Dünger und Energie, die schwierige Absatzsituation in mehreren Hauptproduktionssparten sowie die nunmehrigen dürrebedingten enormen Ertragsausfälle führen aktuell auf vielen bäuerlichen Betrieben zu einer brutal angespannten wirtschaftlichen Situation. Gerade in der Viehwirtschaft geht es nun darum, die Betriebe trotz fehlender Grundfuttermittel wie Heu und Silage weiter in der Produktion zu halten sowie eine Reduktion der Tierbestände bzw. wirtschaftlich erzwungene Betriebsaufgaben zu vermeiden. Die Landwirtschaftskammer fordert daher nun rasche politische Entscheidungen und Klarheit zu den notwendigen Dürrehilfen. Gerade jetzt gilt das Sprichwort: ,Wer schnell hilft, hilft doppelt‘", appelliert Kammerpräsident Franz Waldenberger.