Auszahlung des Agrardiesels wird vorgezogen
Besonders die stark
gestiegenen Preise für Diesel
und Dünger belasten die bäuerlichen
Familienbetriebe.
Um rasch zu entlasten, wird
die Agrardieselrückvergütung
noch heuer ausbezahlt.
Im Rahmen der laufenden
Budgetverhandlungen konnte
die Fortführung des Agrardiesels
für 2027 und 2028
gesichert werden. Die Auszahlungen
wären jedoch erst
im Dezember 2027 und Dezember
2028 erfolgt. Das hätte
eine zweijährige Lücke seit
der letzten Auszahlung im Dezember
2025 bedeutet. Aufgrund
der aktuell besonders
herausfordernden Situation
in der Landwirtschaft haben
sich Bundeskanzler Christian
Stocker und Landwirtschaftsminister
Norbert Totschnig
dafür eingesetzt, dass die Auszahlungen
jeweils um ein Jahr
vorgezogen werden. Mit Erfolg:
Die erste Rückvergütung
wird nun bereits im Dezember
2026 gemeinsam mit der
AMA-Hauptauszahlung erfolgen.
Pro Liter wird es voraussichtlich
einen Zuschuss von
rund 16 Cent geben. Weitere
Details zum künftigen Modell
und den Auszahlungsmodalitäten
werden aktuell noch
verhandelt.
Die Notwendigkeit für die
vorgezogene Auszahlung ergibt
sich vor allem aus den
geopolitischen Krisen und
den damit verbundenen Kostensteigerungen.
Insbesondere
der Irankrieg hat zu einem
weiteren, sprunghaften
Anstieg bei den Diesel- und
Düngemittelpreisen geführt.
So ist der Dieselpreis von 5.
Jänner 2026 bis 10. Mai 2026
um rund 25 Prozent gestiegen.
Für viele landwirtschaftliche
Betriebe gibt es aktuell
keine Ausweichmöglichkeiten,
da Alternativen zu dieselbetriebenen
Maschinen
meist nicht verfügbar sind.
Zudem hat die Schließung
der Straße von Hormus,
durch die ein großer Teil
der weltweiten Düngemittel
transportiert wird, ebenfalls
zu einem starken Preisanstieg
bei Dünger geführt.
„Die vorgezogene Auszahlung
ist ein wichtiger interessenspolitischer
Erfolg und
zugleich ein starkes Signal für
unsere oberösterreichischen
Bäuerinnen und Bauern, denn
die finanzielle Entlastung
wird gerade jetzt dringend gebraucht.
Damit stärken wir die
Liquidität und Wettbewerbsfähigkeit
unserer Landwirtschaft
und sichern zugleich
die regionale Versorgung mit
hochwertigen heimischen Lebensmitteln“,
begrüßt LK-Präsident
Franz Waldenberger die
Maßnahme.