Ausschuss-Sitzungen der LK OÖ
Ausschuss Biolandbau
Sitzung am 12. Oktober unter dem Vorsitz von Präsident Mag. Franz Waldenberger
Augustin Koch (Bio Austria Marketing GmbH) informierte über aktuelle Entwicklungen am Bio-Geflügelmarkt und verdeutlichte, dass Bio-Eier in Österreich ausschließlich für den Inlandsmarkt produziert werden, währenddessen ein großer Teil der Bio-Masthühnerproduktion am Export nach Deutschland hängt. Nach Rückgängen in den Jahren 2022/23 haben sich die Legehennenbestände wieder erholt. Die Mastgeflügelproduktion hingegen hat ein deutliches Wachstum zu verbuchen. Dies ist auf eine große Nachfrage aus Deutschland zurückzuführen. Petra Doblmair stellte die Geflügelberatung der LK OÖ vor und verweist auf ein umfangreiches Beratungsangebot. Betriebsanalysen in Form einer Erstberatung, sowie betriebsindividuelle Beratungen zu Haltung, Fütterung, Gesundheitsmanagement und Biosicherheit sind Teil dieses Beratungsangebotes. Die Nachfrage nach Um- und Einstiegsberatungen in die Geflügelhaltung seien nach wie vor groß – unabhängig ob konventionelle oder biologische Wirtschaftsweise. Martin Ziegler, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Bio-Getreide, referierte anschließend über die aktuellen Entwicklungen am Bio-Ackerfrüchtemarkt. Die Trockenheit und die deutlichen Ernteausfälle bei Soja und Körnermais führen zu einer angespannten Versorgungslage und steigenden Preisen. Während die Erzeugerpreise von Futtergetreide und Ölsaaten von dieser Entwicklung profitieren, bleibt die Vermarktung von Speisegetreide, insbesondere Qualitätsweizen, schwierig. Bei Weizen kam heuer eine flächendeckende Steinbrandproblematik hinzu. Weitere Preisentwicklungen seien aufgrund der unsicheren Versorgungslage nur schwer vorherzusagen. Jakob Lang von der Boden. Wasser.Schutz.Beratung der LK OÖ informierte über das Projekt „Hafer+“. In diesem wird in Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Beratung und Verarbeitung die Eignung verschiedener Haferarten und -sorten hinsichtlich deren Schälbarkeit und Kernausbeute untersucht. Sorte, Standort und Witterung können die Verarbeitungsqualität stark beeinflussen. Die Endergebnisse sind jedoch noch ausständig. Abschließend stellte Birgit Waldenberger (Bio Austria OÖ) die Aktivitäten zum Thema öffentliche Gemeinschaftsverpflegung vor. Im Rahmen des LE-Förderprojektes „Bio in der Gemeinschaftsverpflegung? Das geht!“ unterstützen Bio Austria und der Verein „Zukunft Essen“ Großküchen dabei, ihren Bio-Anteil zu erhöhen. Darüber hinaus wurde die „Bio Gastro Trophy“ ins Leben gerufen, über die das Bio-Engagement von Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen sichtbar gemacht wird.
Stefan Rudlstorfer
Augustin Koch (Bio Austria Marketing GmbH) informierte über aktuelle Entwicklungen am Bio-Geflügelmarkt und verdeutlichte, dass Bio-Eier in Österreich ausschließlich für den Inlandsmarkt produziert werden, währenddessen ein großer Teil der Bio-Masthühnerproduktion am Export nach Deutschland hängt. Nach Rückgängen in den Jahren 2022/23 haben sich die Legehennenbestände wieder erholt. Die Mastgeflügelproduktion hingegen hat ein deutliches Wachstum zu verbuchen. Dies ist auf eine große Nachfrage aus Deutschland zurückzuführen. Petra Doblmair stellte die Geflügelberatung der LK OÖ vor und verweist auf ein umfangreiches Beratungsangebot. Betriebsanalysen in Form einer Erstberatung, sowie betriebsindividuelle Beratungen zu Haltung, Fütterung, Gesundheitsmanagement und Biosicherheit sind Teil dieses Beratungsangebotes. Die Nachfrage nach Um- und Einstiegsberatungen in die Geflügelhaltung seien nach wie vor groß – unabhängig ob konventionelle oder biologische Wirtschaftsweise. Martin Ziegler, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Bio-Getreide, referierte anschließend über die aktuellen Entwicklungen am Bio-Ackerfrüchtemarkt. Die Trockenheit und die deutlichen Ernteausfälle bei Soja und Körnermais führen zu einer angespannten Versorgungslage und steigenden Preisen. Während die Erzeugerpreise von Futtergetreide und Ölsaaten von dieser Entwicklung profitieren, bleibt die Vermarktung von Speisegetreide, insbesondere Qualitätsweizen, schwierig. Bei Weizen kam heuer eine flächendeckende Steinbrandproblematik hinzu. Weitere Preisentwicklungen seien aufgrund der unsicheren Versorgungslage nur schwer vorherzusagen. Jakob Lang von der Boden. Wasser.Schutz.Beratung der LK OÖ informierte über das Projekt „Hafer+“. In diesem wird in Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Beratung und Verarbeitung die Eignung verschiedener Haferarten und -sorten hinsichtlich deren Schälbarkeit und Kernausbeute untersucht. Sorte, Standort und Witterung können die Verarbeitungsqualität stark beeinflussen. Die Endergebnisse sind jedoch noch ausständig. Abschließend stellte Birgit Waldenberger (Bio Austria OÖ) die Aktivitäten zum Thema öffentliche Gemeinschaftsverpflegung vor. Im Rahmen des LE-Förderprojektes „Bio in der Gemeinschaftsverpflegung? Das geht!“ unterstützen Bio Austria und der Verein „Zukunft Essen“ Großküchen dabei, ihren Bio-Anteil zu erhöhen. Darüber hinaus wurde die „Bio Gastro Trophy“ ins Leben gerufen, über die das Bio-Engagement von Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen sichtbar gemacht wird.
Stefan Rudlstorfer
Ausschuss für Forstwirtschaft und Bioenergie
Sitzung am 12. Oktober unter dem Vorsitz von LKR Franz Kepplinger
Der Ausschuss unter Vorsitz von Franz Kepplinger beschäftigte sich mit der OÖ. Jagdgesetznovelle 2026 insbesondere mit den Änderungsvorhaben, die den Grundbesitz betreffen. Der vorliegende Gesetzesentwurf basiert auf den Ergebnissen der Evaluierung des Oö. Jagdgesetzes 2024, welches am 1. April 2024 in Kraft getreten ist. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Anpassungen, die sich auf Grund der Erfahrungen in der Vollzugspraxis ergeben haben. Stephan Rechberger und Forstdirektor Johannes Wall, beide Landwirtschaftskammer OÖ, informierten über die aus Sicht der Interessenvertretung der Grundeigentümer wesentlichen Themen, wie die Verankerung und Handhabung des amtlichen Monitorings, die Handhabung der Abrundung von Jagdgebieten sowie rechtliche Klarstellung hinsichtlich der Verwertung des Jagdrechts in Jagdanschlüssen und Eigenjagdgebieten und die Verpachtung von Genossenschaftsjagden durch „freies Übereinkommen“. Ein wichtiges Thema war auch die Überarbeitung der Wechselwildregelung bei Rotwild auf Grund der bisherigen praktischen Erfahrungen. Die detaillierte Regelung der Abschüsse erfolgt künftig aufgrund einer Verordnungsermächtigung in der Abschussplanverordnung. Weiters war eine klare Definition der Abstandsregeln bei Winterfütterungen sowie die Handhabung der Wildschadensrichtlinien in Naturverjüngungen ein zentrales Thema. Der vorgeschlagenen Stellungnahme zur Jagdgesetznovelle 2026 wurde seitens des Ausschusses zugestimmt.
DI Johannes Wall
Der Ausschuss unter Vorsitz von Franz Kepplinger beschäftigte sich mit der OÖ. Jagdgesetznovelle 2026 insbesondere mit den Änderungsvorhaben, die den Grundbesitz betreffen. Der vorliegende Gesetzesentwurf basiert auf den Ergebnissen der Evaluierung des Oö. Jagdgesetzes 2024, welches am 1. April 2024 in Kraft getreten ist. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Anpassungen, die sich auf Grund der Erfahrungen in der Vollzugspraxis ergeben haben. Stephan Rechberger und Forstdirektor Johannes Wall, beide Landwirtschaftskammer OÖ, informierten über die aus Sicht der Interessenvertretung der Grundeigentümer wesentlichen Themen, wie die Verankerung und Handhabung des amtlichen Monitorings, die Handhabung der Abrundung von Jagdgebieten sowie rechtliche Klarstellung hinsichtlich der Verwertung des Jagdrechts in Jagdanschlüssen und Eigenjagdgebieten und die Verpachtung von Genossenschaftsjagden durch „freies Übereinkommen“. Ein wichtiges Thema war auch die Überarbeitung der Wechselwildregelung bei Rotwild auf Grund der bisherigen praktischen Erfahrungen. Die detaillierte Regelung der Abschüsse erfolgt künftig aufgrund einer Verordnungsermächtigung in der Abschussplanverordnung. Weiters war eine klare Definition der Abstandsregeln bei Winterfütterungen sowie die Handhabung der Wildschadensrichtlinien in Naturverjüngungen ein zentrales Thema. Der vorgeschlagenen Stellungnahme zur Jagdgesetznovelle 2026 wurde seitens des Ausschusses zugestimmt.
DI Johannes Wall
Ausschuss für Rechts- und Wirtschaftspolitik
Sitzung am 6. Oktober unter dem Vorsitz
von Präsident Mag. Franz Waldenberger
In der Ausschusssitzung wurde über folgende Themen beraten:
In der Ausschusssitzung wurde über folgende Themen beraten:
- Wiederherstellungsplan nach der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur Der österreichische Wiederherstellungsplan wurde fristgerecht an die EU-Kommission übermittelt. Robert Ablinger, LK OÖ, erläuterte die Planinhalte anhand der einzelnen Themenfelder. Besonders kritisch gesehen wird die hohe Flächenwirksamkeit der vorgesehenen Maßnahmen sowie die weiterhin ungeklärte Finanzierung. Im Bereich Landwirtschaft hofft man, dass bestehende ÖPUL-Maßnahmen zunächst ausreichen. Wenn darüber hinaus Wiederherstellungsmaßnahmen erforderlich sein sollten, braucht es dafür zusätzliche budgetäre Mittel. Der finale Wiederherstellungsplan soll bis September 2027 fertiggestellt werden.
- Erneuerbaren Ausbau Beschleunigungsgesetz EABG / Rechtsrahmen für Infrastrukturprojekte Ziel des beschlossenen EABG ist die beschleunigte Genehmigung für erneuerbare Energieanlagen, um die Energiewende und die EU-Richtlinie RED III national umzusetzen. Dies soll unter anderem durch die Ausweisung von Beschleunigungsgebieten oder Trassenkorridoren sowie durch konzentrierte Genehmigungsverfahren bis hin zu Genehmigungsfreistellungen erreicht werden. Dadurch werden die Eigentumsrechte stark beansprucht: Wenn eine Anlage fremden Grund in „unerheblichem Ausmaß“ in Anspruch nimmt und der Grundeigentümer keine Einwendungen erhoben hat, ist die erforderliche Dienstbarkeit bereits mit der Genehmigung eingeräumt. In Begutachtung sind Änderungen zur unterirdischen CO2-Speicherung und des UVP-Gesetzes. Darüber hinaus wurde in der Ausschusssitzung über die mit 4. November 2026 kommenden technischen Änderungen bei der Online-Anmeldung eines Brennvorganges für Abfindungsbrenner vom bisherigen System EKA („Elektronische Abfindungsanmeldung“) auf ELISA (Elektronisches Informationssystem Abfindung), die Brunnenförderung in anderen Bundesländern und die dazu in der Vollversammlung beschlossene Resolution sowie das Rechtsberatungsangebot in den Dienststellen der Bezirksbauernkammern berichtet und diskutiert.