Ausschuss für Forstwirtschaft und Bioenergie
- Unter dem Titel „Holz markt – international be trachtet“ gab Geschäftsführer Andreas Hofbauer vom Wald verband OÖ einen Rückblick auf den Holzmarkt und die Schlägerungssaison des abge laufenen Winters. Die Witte rungs- und Vermarktungsbe dingungen waren günstig, was sich in einem hohen Holzauf kommen widerspiegelt. Das Rohholz aus dem Wald trifft in weiterverarbeiteter Form auf ei nen globalen Holzmarkt. Auf grund der geopolitischen Lage herrscht dort derzeit getrübte Stimmung mit großer Unge wissheit. Die Region im mittle ren Osten ist ein wichtiger Ex portmarkt für Österreich und andere europäische Länder. Rund vier Millionen Kubik meter Nadelschnittholz gehen aus Europa in die sogenannte MENA-Region (Mittlerer Osten und Nordafrika). Dieser Men genstrom muss derzeit auf an dere Märkte umgeleitet wer den, was entsprechende Folgen für den Markt hat.
- Christian Rottensteiner, Abteilung Forst und Bioener gie, präsentierte die derzeitigen Fördermöglichkeiten im Wald fonds und in der Ländlichen Entwicklung. Anfang April die ses Jahres gab es eine Landesför derkonferenz mit dem BMLUK, bei der unter anderem über die Anzahl der Förderanträge und die Mittelverwendung berich tet wurde. Diese Fakten sowie der Beitrag der Forstberatung der Landwirtschaftskammer OÖ in der Förderberatung wur den präsentiert.
- Auf Basis von ÖWI-Daten wurde von Rottensteiner die Entwicklung von Holzvorrat, Zuwachs und Nutzung des Ös terreichischen Waldes (Holzbi lanz) und seine Entwicklung im Kontext mit der Nationalen Treibhausgasinventur des Um weltbundesamtes (CO2-Bilanz) beleuchtet. Holzvorrat und Waldboden sind ein wesent licher Kohlenstoffspeicher. Durch den Klimawandel verän dert sich die CO2-Bindung im Wald dramatisch. Extremwetterereignisse, biotische Kala mitäten, höhere Temperaturen verbunden mit beschleunig tem Kohlenstoffumsetzungs raten im Boden und geringe rem Zuwachs sowie überalter ten Waldbeständen führen zu einer weitgehenden Erschöp fung der Speicherleistung. For schungsergebnisse zeigen, dass der Wald aufgrund der Klima veränderungen selbst ohne Bewirtschaftung unweigerlich zur CO2-Quelle wird. Es ist da her besser, den Wald aktiv zu bewirtschaften, ihn dem Kli mawandel so weit als möglich anzupassen und die Speicher möglichkeit des Kohlenstoffs in Holzprodukten zu nutzen