Ausschuss für Biolandbau
Bio-Berater Bernhard Ottensamer
informierte über Entwicklungen
bei Bio-Betrieben und
-Flächen. In OÖ bewirtschaften
derzeit 4.523 Betriebe ihren
Hof biologisch. Das sind zehn
mehr als im Vorjahr (plus 0,22
Prozent). Bei der Fläche beträgt
der leichte Zuwachs 820 Hektar
(plus 0,89 Prozent).
Stephan Grasserbauer (LK
OÖ) stellte den Diskussionsstand
zum Kommissionsvorschlag
für den EU-Haushaltsplan
2028-2034 vor. Als
„mehrjähriger Finanzrahmen
(MFR)“ bezeichnet, soll dieser
zukünftig mit knapp zwei Billionen
Euro ausgestattet werden.
Dies ist gegenüber dem
Zeitraum 2021 bis 2027 zwar
um 64 Prozent mehr an Gesamtmittel,
für den Agrarbereich
enthält der Vorschlag jedoch
einschneidende strukturelle
Veränderungen. So plant
die Kommission keinen eigenen
Budgettopf mehr für die
Landwirtschaft einzurichten.
Vielmehr sollen die Mittel für
die Landwirtschaft aus den nationalen
und regionalen Partnerschaftsplänen
(NRPP) des
neuen „Single Fonds“ kommen,
in dem nur ein Teil des
dafür reservierten Budgets für
den Agrarbereich zweckgebunden
ist. Für Österreich sieht der
NRPP laut Kommissionsvorschlag
ein Volumen von 6,6
Mrd. Euro für 2028 bis 2034
als Einkommensstützung der
Landwirtschaft vor.
Reinhold Stemp von der Österreichischen
Rinderbörse
referierte über die aktuellen
Entwicklungen am Bio-Rindfleischmarkt.
So profitierten
Bio-Betriebe im letzten Jahr
ebenfalls von den steigenden
Basispreisen, die sich aufgrund
des guten Nachfragemarktes
positiv entwickeln konnten.
Als der stabilere Markt erweist
sich derzeit der Bio-Markt, der
nun im Frühjahr bei rückläufigen
Basispreisen weitaus geringere
Erzeugerpreisrückgänge
verzeichnet. Als eine Herausforderung
sieht die Rinderbörse
in Zukunft das Aufkommen
von Bio-Nutzkälbern. Ziel muss
sein, eher Bio-Kälber aus Milchviehbetrieben
in der Biowertschöpfungskette
zu halten.
Anna Herzog von der LK Österreich
informierte abschließend
zum laufenden Vereinfachungsprozess
zur EU Bio-Verordnung.
Aus Sicht praktizierender
Biobäuerinnen und
Biobauern stehen speziell gezielte
Vereinfachungen einzelner
Vorschriften zur Stärkung
der Wettbewerbsfähigkeit und
zur Reduktion administrativer
Belastungen im Fokus des Interesses.
Abschließend informierte
Herzog noch über die
„Positivliste für biologisches
Saatgut“, in der vorerst Mais,
Winterroggen und Wintertriticale
als Arten mit ausreichend
biologisch verfügbarem Saatgut
aufgenommen wurden.