Ausschuss für Bildung und Beratung
Der Ausschuss befasste sich mit dem Wissenstransfer für die Landwirtschaft, Innovation und Betriebsentwicklung und dem digitalen Lernen.
- Florian Herzog, Referatsleiter der LK Österreich, stellte das landwirtschaftliche Wissens- und Innovationssystem (AKIS) vor. Mit der GAP-Periode 2023–2027 ist AKIS erstmals verpflichtender Bestandteil der EU-Agrarpolitik. Das AKIS verbindet die Bereiche Landwirtschaft, Beratung, Bildung und Forschung, um Wissen schneller in die Praxis zu bringen. Ziel ist es, Betriebe bei Herausforderungen wie Klimawandel, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und wirtschaftlichem Druck zu unterstützen. Wissen und Innovation sind zentrale Treiber für eine nachhaltige, wettbewerbsfähige und resiliente Land- und Forstwirtschaft. Angesichts steigender Komplexität ermöglicht AKIS eine systemische Zusammenarbeit und unterstützt land- und forstwirtschaftliche Betriebe dabei, ihre Ziele nachhaltig zu erreichen.
- Das LK-Unternehmerservice unterstützt landwirtschaftliche Betriebe bei Innovations- und Veränderungsprozessen auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Betriebsentwicklung. Vorgestellt wurde das Beratungsangebot von Heidemarie Deubl-Krenmayr. Im Mittelpunkt des Beratungsprozesses stehen die Analyse von Stärken und Schwächen, die Entwicklung neuer und alternativer Betriebsideen sowie die Sicherung des Einkommens. Mithilfe kreativer Methoden, einer Netzwerkanalyse und dem Austausch mit erfolgreichen Betrieben werden individuelle Handlungsfelder definiert. In enger Abstimmung mit den Fachabteilungen der LK und den Beratungskräften der BBK wird anschließend ein passender Weiterentwicklungsweg erarbeitet. Zentrale Ziele sind Einkommenssicherung, Lebensqualität und nachhaltige Betriebsentwicklung.
- Die Nachfrage nach digitalen Bildungsformaten ist deutlich gestiegen, berichtete Irmgard Ablinger, die im LFI maßgeblich für den Ausbau der digitalen Lernangebote verantwortlich ist. Im Bildungsjahr 2025/26 wurden 124 verschiedene Onlineseminare sowie 27 Webinare angeboten. Online-Kurse, Onlineseminare, Webinare, Cookinare und Videokurse eröffnen unterschiedliche Lernzugänge und stoßen bei den Teilnehmenden auf sehr große Resonanz. Die digitalen Bildungsangebote ergänzen die Präsenzangebote des LFI sinnvoll und ermöglichen Bäuerinnen und Bauern eine individuelle, zeit- und ortsunabhängige Weiterbildung. Eine wesentliche Herausforderung stellt das kurzfristige Anmeldeverhalten dar. 31 Prozent der Teilnehmenden melden sich erst in den letzten sieben Tagen vor Veranstaltungsbeginn an, was für die Planung und Organisation eine Herausforderung darstellt.