Aktuelle Pflanzenschutzinformationen Nr. 26/2026
Wintergetreide-Herbstunkrautbekämpfung
In vielen Regionen gab es in den letzten Tagen die ersten Morgenfröste. Zu Beginn nächster Woche werden die Temperaturen wieder leicht ansteigen. Das Wintergetreide ist dann schon abgehärtet und es können noch Herbizideinsätze erfolgen. Wenn am Morgen ein leichter Frost ist und während des Tages Temperaturen über 5° C (ab 8-10°C optimal) sind und kein Hochnebel ist, dann herrschen noch gute Bedingungen. Nach der Anwendung sollen rund 10 Tage noch Vegetation sein (kein Dauerfrost, keine Schneedecke, kein dauernder Hochne-bel). Vor allem auf Standorten mit Problemgräsern (Ackerfuchsschwanz, Weidelgräser) in Weizen oder Triticale soll die Zeit genützt werden. Zur Korrektur in Wintergerste, wenn trotz Herbstbehandlung noch Problemgräser vorhanden sind, kann auch noch 0,9 l/ha Axial 50 eingesetzt werden.
- Detaillierte Produktempfehlungen gibt es in der letzten Aussendung.
Raps
Erdflöhe
Die Tiere sind auch bei kühlen Temperaturen aktiv, sodass der optimale Behandlungszeitpunkt auch im November sein kann. Durch den Minierfraß der Larven wird die Winterhärte herabgesetzt und es kann der Vegetationskegel zerstört werden, sodass im Frühjahr die Pflanzen aus den Seitentrieben wieder austreiben müssen. Wenn auf 30-40 % der Blattstiele Einstichstellen von den Larven des Erdflohs gefunden werden oder 3-5 Larven/Pflanze vorhanden sind, kann bei Vegetation noch eine Behandlung mit 0,2 l/ha Carnadine bzw. 0,4 l/ha Benevia durchgeführt werden.
Durch einen Einsatz von Carnadine bzw. Benevia gibt es einen guten Erfolg bei der Larvenbekämpfung, da die Wirkstoffe bei kühlen Temperaturen nur sehr langsam abgebaut werden. Die meisten Pyrethroide, diese erfassen die Larven nur, wenn sich aus den Blattstielen aus-bohren und dort mit dem Wirkstoff in Kontakt kommen, dürfen pro Kultur max. 2 x eingesetzt werden, Carnadine darf nur 1 x eingesetzt werden, Mospilan 20 SG ist im Herbst nicht mehr erlaubt. Wenn im Herbst Carnadine gegen Erdflöhe eingesetzt wurde, ist im Frühjahr das Produkt Mospilan 20 SG gegen Rapsglanzkäfer möglich. Beide Produkte beinhalten den neonicotinoiden Wirkstoff Acetamiprid. Da die Spritzfolge Carnadine im Herbst und Mospilan 20 SG im Frühjahr zwei verschiedene Vegetationsperioden betrifft, ist diese so möglich.
Die Tiere sind auch bei kühlen Temperaturen aktiv, sodass der optimale Behandlungszeitpunkt auch im November sein kann. Durch den Minierfraß der Larven wird die Winterhärte herabgesetzt und es kann der Vegetationskegel zerstört werden, sodass im Frühjahr die Pflanzen aus den Seitentrieben wieder austreiben müssen. Wenn auf 30-40 % der Blattstiele Einstichstellen von den Larven des Erdflohs gefunden werden oder 3-5 Larven/Pflanze vorhanden sind, kann bei Vegetation noch eine Behandlung mit 0,2 l/ha Carnadine bzw. 0,4 l/ha Benevia durchgeführt werden.
Durch einen Einsatz von Carnadine bzw. Benevia gibt es einen guten Erfolg bei der Larvenbekämpfung, da die Wirkstoffe bei kühlen Temperaturen nur sehr langsam abgebaut werden. Die meisten Pyrethroide, diese erfassen die Larven nur, wenn sich aus den Blattstielen aus-bohren und dort mit dem Wirkstoff in Kontakt kommen, dürfen pro Kultur max. 2 x eingesetzt werden, Carnadine darf nur 1 x eingesetzt werden, Mospilan 20 SG ist im Herbst nicht mehr erlaubt. Wenn im Herbst Carnadine gegen Erdflöhe eingesetzt wurde, ist im Frühjahr das Produkt Mospilan 20 SG gegen Rapsglanzkäfer möglich. Beide Produkte beinhalten den neonicotinoiden Wirkstoff Acetamiprid. Da die Spritzfolge Carnadine im Herbst und Mospilan 20 SG im Frühjahr zwei verschiedene Vegetationsperioden betrifft, ist diese so möglich.
Unkrautbekämpfung
Im Spätherbst/Winter kann bei Temperaturen unter 10 °C Bodentemperatur (optimal 7-8°C) Kerb FLO (1,25 l/ha) eingesetzt werden. Auch Reif auf den Rapsblättern ist kein Problem. Die nachfolgende Witterung soll nass und kühl sein. Durch Niederschläge wird der Wirkstoff gut im Boden verteilt.
Im Spätherbst/Winter kann bei Temperaturen unter 10 °C Bodentemperatur (optimal 7-8°C) Kerb FLO (1,25 l/ha) eingesetzt werden. Auch Reif auf den Rapsblättern ist kein Problem. Die nachfolgende Witterung soll nass und kühl sein. Durch Niederschläge wird der Wirkstoff gut im Boden verteilt.
Wichtig ist, dass der Boden nicht grobschollig oder sehr locker mit einer starken Mulchauflage ist. Das Produkt erfasst Gräser (mit Ausnahme Quecke) und im Speziellen Ackerfuchsschwanz- und Raygräsern sehr gut, auch wenn diese bereits resistent gegen ALS-Hemmer („Sulfonylharnstoffe“) oder ACCase-Hemmer (Gräsermittel in breitblättrigen Kulturen) sind. Die vollständige, aber zuverlässige Wirkung tritt in der Regel erst zu Vegetationsbeginn im Frühjahr ein. Zusätzlich werden Vogelmiere und Ehrenpreis mit bekämpft. Betriebe, die Probleme mit diesen Gräsern haben, können hier eine effektive Behandlung durchführen und so den Aufbau eines Samenvorrats im Boden verhindern. Bei vorzeitigem Umbruch des Winterrapses im Frühjahr können nach Einsatz von Kerb FLO-nach tiefem Umpflügen Kartoffeln sowie Mais und nach starker Durchmischung Erbsen, Bohnen, Leguminosen aller Art, Sonnenblumen, alle Kohlarten und Sommerraps nachgebaut werden. Kein Nachbau im Frühjahr möglich von Sommergetreide, Gräsern und Kleegras-Mischungen sowie Rüben.