Aktuell hohes Borkenkäfer-Risiko
Umgehend Kontrollgänge durchführen
Fichtenbestände sind mindestens wöchentlich zu kontrollieren. Bei Kontrollgängen im Wald ist auf Bohrmehlauswurf am Stamm bzw. auf den Rindenschuppen oder in Spinnennetzen zu achten. Vor allem neuralgische Punkte wie offene Bestandesränder, oder Befallsherde aus dem Vorjahr sind besonders genau zu beobachten.
Der Holzmarkt ist momentan für Fichtensägerundholz aufnahmefähig, weshalb etwaig anfallendes Schadholz rasch abtransportiert und übernommen wird. Nichtsdestotrotz gilt der allgemeine Grundsatz, die Holzübernahme vorab mit dem Vertragspartner bzw. dem zuständigen Waldhelfer abzuklären.
Der Holzmarkt ist momentan für Fichtensägerundholz aufnahmefähig, weshalb etwaig anfallendes Schadholz rasch abtransportiert und übernommen wird. Nichtsdestotrotz gilt der allgemeine Grundsatz, die Holzübernahme vorab mit dem Vertragspartner bzw. dem zuständigen Waldhelfer abzuklären.
Zweite Generation fertig
Derzeit befindet sich der Borkenkäfer am Ende seines Entwicklungszyklus, um danach wieder auszuschwärmen und die nächste Generation anzulegen. Während in tieferen und mittleren Lagen die zweite Generation und deren Geschwisterbrut heranreifen, ist es in höheren Lagen die erste Generation. Das Ergebnis für Waldbewirtschaftende ist aber dasselbe: Befallene Bäume müssen identifiziert und umgehend aus dem Wald gebracht werden. Die Hitzewelle Ende Juni und Anfang Juli hat die Entwicklung entsprechend vorangetrieben. Gleichzeitig sind die Bäume aufgrund des ausgeprägten Niederschlagsdefizits in einer schlechten Ausgangsposition und entsprechend anfällig für Schädlinge.
Borkenkäfermonitoring nutzen
Je nach Entwicklungsfortschritt geht vom Borkenkäfer ein unterschiedlich hohes Risiko aus. Orientierung können eigene Waldbegehungen mit Blick unter die Rinde sowie Monitoringsysteme bieten. Beim Borkenkäfer-Monitoring handelt es sich um ein standardisiertes Beobachtungssystem, um die Borkenkäferaktivität abschätzen zu können. Einerseits gibt es vom Bundesforschungszentrum für Wald in Kooperation mit dem Landesforstdienst ein Netz an Pheromon-Fallen, das den Schwärmverlauf zeigt, andererseits das "Borkenkäfer-Dashboard", das modellbasiert die Generationsentwicklung sowie die Niederschlagssituation grafisch darstellt. Die Daten basieren auf dem Modell Phenips, welches die Entwicklung von Ei zum Käfer über den Zeitverlauf für einzelne Wetterstationen angibt.