Waldenberger begrüßt Totschnigs EU-Initiative zur Entlastung bei Düngemittelpreisen
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig bringt beim heutigen EU-Agrarministerrat in Brüssel eine dringend notwendige Entlastungsinitiative für Düngemittel ein. Er fordert eine vorübergehende Aussetzung des mit Jahresbeginn in Kraft getretenen CO2-Grenzausgleichs (Klimazoll) für Düngemittel sowie die Aussetzung der schon bisher geltenden Meistbegünstigungs- sowie Anti-Dumping-Zölle bei Düngemitteln. LK-Präsident Franz Waldenberger begrüßt die Initiative Totschnigs und unterstützt dessen Forderungen mit allem Nachdruck. Bereits im Dezember hatte die LK-Vollversammlung in einer Resolution eine Aussetzung des CO2-Grenzausgleichs bis zur vollen Funktionsfähigkeit des neuen EU-Systems gefordert.
Fehlende Berechenbarkeit und Planungssicherheit
Am EU-Düngemittelmarkt fehlt aktuell jede Berechenbarkeit und Planungssicherheit. Ursache dafür sind nicht nur die zuletzt wieder stark gestiegenen Gaspreise als Hauptkostenfaktor in der Stickstoffdüngerproduktion, sondern auch die Ungewissheit über die genaue Höhe des CO2-Grenzausgleichsmechanismus für Düngemittel. Dessen Höhe kann vorerst nur grob geschätzt werden, da die exakten EU-Berechnungsgrundlagen noch immer unklar sind. Zudem befindet sich vor allem der heimische Ackerbau seit Jahren in einer anhaltend schwierigen Marktsituation.
„Daher braucht es auch die sofortige Aussetzung der für EU-Düngemittelimporte schon bisher geltenden EU-Meistbegünstigungs- und EU-Anti-Dumping-Zölle. Die EU ist nun gefordert, die von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig verlangten Entlastungsschritte rasch umzusetzen, um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Ackerbaus und der Grünlandwirtschaft zu verbessern. Den betroffenen Betrieben fehlt wirtschaftlich schon bisher die Luft zum Atmen“, betont Kammerpräsident Franz Waldenberger.