Aktuelle Pflanzenschutzinformationen Nr. 22/2026
Raps
Erdflöhe
Der Zuflug ist unterschiedlich, regional wurden die Bekämpfungsschwellen schon überschritten. Die Tiere können auch bei kühleren Temperaturen aktiv sein. Die Wanderung erfolgt hauptsächlich ab Beginn der Dämmerung am Abend. Die Bestände und die Gelbschalen sind daher weiterhin zu kontrollieren. Auf www.warndienst.at können neben dem Monitoring auch der Zuflug und die Eiablage sowie die Larvenentwicklung abgerufen werden. Der Beizschutz z.B. durch Buteo Start wird ab Ausbildung der Laubblätter deutlich schwächer, bei Lumiposa ist der Schutz gegen Erdflöhe ohnehin gering. Die Bekämpfungsschwellen sind entweder 10% Blattflächenverlust oder 25 - 35 Käfer pro Gelbschale innerhalb von drei Wochen.
Eine Behandlung soll nur nach Überschreiten dieser Schwellen erfolgen, da sonst die Resistenzgefahr erhöht wird. Erste resistente Käfer wurden 2023 bereits festgestellt. Heuer sind neben den Pyrethroiden nur das Neonicotinoid Carnadine (0,2 l/ha) und Benevia (0,193 l/ha) zugelassen, Mospilan 20 SG ist im Herbst nicht mehr erlaubt. Das teilsystemische Carnadine wird erst bei Auftreten der Larven als Abschlussbehandlung vor dem Winter empfohlen, ebenso wie Benevia, das jedoch aktuell eine deutlich niedrigere Aufwandmenge als in Deutschland hat. Nach deutschen Versuchen hat von den Pyrethroiden der Wirkstoff lamda-Cyhalothrin (z.B. in Karate Zeon, 75 ml/ha) die beste Wirkung. Zu allen Pyrethroiden soll ein Netzmittel zugesetzt werden. Weiters zugelassen sind 50 ml/ha Cymbigon forte, 62,5 ml/ha Decis forte, 300 ml/ha Delta Super, 200 ml/ha Mavrik Vita/Evure, 80 ml/ha Nexide-bis 30. September 2026 zu verbrauchen, 300 ml/ha Sumi alpha, 150 ml/ha Sumicidin Top. Die Behandlung soll in den Abendstunden ab beginnender Dämmerung erfolgen.
Der Zuflug ist unterschiedlich, regional wurden die Bekämpfungsschwellen schon überschritten. Die Tiere können auch bei kühleren Temperaturen aktiv sein. Die Wanderung erfolgt hauptsächlich ab Beginn der Dämmerung am Abend. Die Bestände und die Gelbschalen sind daher weiterhin zu kontrollieren. Auf www.warndienst.at können neben dem Monitoring auch der Zuflug und die Eiablage sowie die Larvenentwicklung abgerufen werden. Der Beizschutz z.B. durch Buteo Start wird ab Ausbildung der Laubblätter deutlich schwächer, bei Lumiposa ist der Schutz gegen Erdflöhe ohnehin gering. Die Bekämpfungsschwellen sind entweder 10% Blattflächenverlust oder 25 - 35 Käfer pro Gelbschale innerhalb von drei Wochen.
Eine Behandlung soll nur nach Überschreiten dieser Schwellen erfolgen, da sonst die Resistenzgefahr erhöht wird. Erste resistente Käfer wurden 2023 bereits festgestellt. Heuer sind neben den Pyrethroiden nur das Neonicotinoid Carnadine (0,2 l/ha) und Benevia (0,193 l/ha) zugelassen, Mospilan 20 SG ist im Herbst nicht mehr erlaubt. Das teilsystemische Carnadine wird erst bei Auftreten der Larven als Abschlussbehandlung vor dem Winter empfohlen, ebenso wie Benevia, das jedoch aktuell eine deutlich niedrigere Aufwandmenge als in Deutschland hat. Nach deutschen Versuchen hat von den Pyrethroiden der Wirkstoff lamda-Cyhalothrin (z.B. in Karate Zeon, 75 ml/ha) die beste Wirkung. Zu allen Pyrethroiden soll ein Netzmittel zugesetzt werden. Weiters zugelassen sind 50 ml/ha Cymbigon forte, 62,5 ml/ha Decis forte, 300 ml/ha Delta Super, 200 ml/ha Mavrik Vita/Evure, 80 ml/ha Nexide-bis 30. September 2026 zu verbrauchen, 300 ml/ha Sumi alpha, 150 ml/ha Sumicidin Top. Die Behandlung soll in den Abendstunden ab beginnender Dämmerung erfolgen.
Unkrautbekämpfung
Dort, wo in Raps das Unkraut gerade aufläuft und noch im Keimblattstadium ist, können im frühen Nachauflauf Tanaris oder Gajus eingesetzt werden. Bei Tanaris werden 1,5 l/ha empfohlen, bei Gajus eine Mischung aus 2 l/ha Gajus und 1 l/ha Tanaris. Ist das Unkraut schon größer und hat der Raps bereits zwei echte Laubblätter, wird eine Kombination aus 1 l/ha Tanaris und 0,25 l/ha Belkar empfohlen. Belkar solo kann entweder ab dem 2-Blattstadium im Splittingverfahren (Mindestabstand 14 Tage) mit 0,25 l/ha eingesetzt werden oder einmalig ab dem 6-Blattstadium mit 0,5 l/ha. Belkar ist bienengefährlich, es dürfen bei der Behandlung keine blühenden Unkräuter im Bestand sein.
Belkar ist nicht mischbar mit dem Gräserherbizid Agil-S und metconazolhältien Fungiziden (z.B. Carax). Zu metconazolhältigen Fungiziden ist ein Abstand von 14 Tagen einzuhalten.
Ausfallgetreide kann ab dem 3-Blattstadium bekämpft werden und soll nicht zu groß (stark bestockt) werden. Eine Behandlung ist auch mit dem Wachstumsreglereinsatz ab dem 4 - 6 Blattstadium des Rapses möglich.
Dort, wo in Raps das Unkraut gerade aufläuft und noch im Keimblattstadium ist, können im frühen Nachauflauf Tanaris oder Gajus eingesetzt werden. Bei Tanaris werden 1,5 l/ha empfohlen, bei Gajus eine Mischung aus 2 l/ha Gajus und 1 l/ha Tanaris. Ist das Unkraut schon größer und hat der Raps bereits zwei echte Laubblätter, wird eine Kombination aus 1 l/ha Tanaris und 0,25 l/ha Belkar empfohlen. Belkar solo kann entweder ab dem 2-Blattstadium im Splittingverfahren (Mindestabstand 14 Tage) mit 0,25 l/ha eingesetzt werden oder einmalig ab dem 6-Blattstadium mit 0,5 l/ha. Belkar ist bienengefährlich, es dürfen bei der Behandlung keine blühenden Unkräuter im Bestand sein.
Belkar ist nicht mischbar mit dem Gräserherbizid Agil-S und metconazolhältien Fungiziden (z.B. Carax). Zu metconazolhältigen Fungiziden ist ein Abstand von 14 Tagen einzuhalten.
Ausfallgetreide kann ab dem 3-Blattstadium bekämpft werden und soll nicht zu groß (stark bestockt) werden. Eine Behandlung ist auch mit dem Wachstumsreglereinsatz ab dem 4 - 6 Blattstadium des Rapses möglich.
Schnecken
Auf Grund der Niederschläge vom Wochenende muss wieder mehr mit Schnecken gerechnet werden. Bei Befall in noch kleinem Raps ist rasch zu reagieren.
Auf Grund der Niederschläge vom Wochenende muss wieder mehr mit Schnecken gerechnet werden. Bei Befall in noch kleinem Raps ist rasch zu reagieren.
Ausfallgetreide-Virenmonitoring
Heuer wurde wieder auf 27 Standorten in Oberösterreich Ausfallgetreide (va. Wintergerste) auf das Vorhandensein von Viren untersucht. Die Ergebnisse sind auf www.warndienst.at abrufbar.
Der Befall mit Virosen ist in diesem Jahr deutlich geringer als in den letzten Jahren. 19% der 27 Proben haben einen Befall mit Getreidegelbverzwergungsvirus, nimmt man jene Proben mit dem Weizenverzwergungsvirus noch mit dazu, sind 41% der Proben mit Viren befallen. Interessant ist, dass mehr Proben mit Weizenverzwergungsviren (werden durch Zikaden übertragen) belastet sind als mit Gelbverzwergungsviren.
Damit steht fest, dass die Virusbelastung des Ausfallgetreides im mittleren Bereich liegt ist. Bei entsprechend warmer Herbstwitterung können jedoch die Viren von Blattläusen in die frischen Getreidebestände übertragen werden. 2025 hat sich aber gezeigt, dass trotz eines sehr hohen Befalls die Tiere die Viren nicht mehr übertragen konnten, weil durch den späten Anbau die Läuse und Zikaden bei kühleren Temperaturen nicht mehr aktiv waren.
Der Befall mit Virosen ist in diesem Jahr deutlich geringer als in den letzten Jahren. 19% der 27 Proben haben einen Befall mit Getreidegelbverzwergungsvirus, nimmt man jene Proben mit dem Weizenverzwergungsvirus noch mit dazu, sind 41% der Proben mit Viren befallen. Interessant ist, dass mehr Proben mit Weizenverzwergungsviren (werden durch Zikaden übertragen) belastet sind als mit Gelbverzwergungsviren.
Damit steht fest, dass die Virusbelastung des Ausfallgetreides im mittleren Bereich liegt ist. Bei entsprechend warmer Herbstwitterung können jedoch die Viren von Blattläusen in die frischen Getreidebestände übertragen werden. 2025 hat sich aber gezeigt, dass trotz eines sehr hohen Befalls die Tiere die Viren nicht mehr übertragen konnten, weil durch den späten Anbau die Läuse und Zikaden bei kühleren Temperaturen nicht mehr aktiv waren.
Die Tiere (Blattläuse und Zikaden) sind bei warmen Temperaturen (am Tag mindestens 12-15°C, Nächte nicht unter 8°C) sehr aktiv. Erst ab deutlich sichtbar aufgelaufenem Ge fliegen die Tiere auf die Bestände zu. Haben sie an den infizierten Pflanzen (Ausfallgetreide, Gräser) gesaugt und fliegen anschließend in die jungen Wintergetreidesaaten, dann kann es zu einer Übertragung kommen. Es wird daher von Frühsaaten (Gerste im September, Weizen vor dem 10.Oktober) abgeraten. Im Jahr 2023 hat sich gezeigt, dass im September gesäte Gersten ohne Insektizidbehandlung deutlich stärker befallen waren als jene, die im Oktober gesät wurden.
Ab dem Auflaufen des Getreides soll das Auftreten der Tiere beobachtet werden, dazu können Gelbschalen dienen. Man findet die Tiere aber auch in den jungen, eingerollten Blättern oder am Wurzelhals. Im Gegensatz zu Zikaden (diese übertragen auch das Weizenverzwergungsvirus) fliegen Blattläuse nicht weg, wenn man sich den Pflanzen nähert. Im Gegenlicht erscheinen die Tiere als leicht dunkle Punkte am Blatt – bitte trotzdem genau kontrollieren, da es sich auch um Erdpartikel handeln könnte. Eine wirtschaftliche Schadensschwelle ist schwer anzugeben, als Richtwert gelten in etwa 10 % Befall.
Ab dem 2 bis 3-Blattstadium und Auftreten von Blattläusen Tiere kann bei Bedarf eine Behandlung (z.B. gemeinsam mit der Unkrautbekämpfung – außer bei sehr früher Anwendung gegen Ackerfuchsschwanzgras/Raygras) mit zugelassenen synthetischen Pyrethroiden (Cymbigon Forte, Decis forte, Karate Zeon, Mavrik Vita/Evure, Nexide-bis 30.9.2026 zu verbrauchen oder Sumi Alpha/Sumicidin Top) oder Teppeki/Afinto, dem neuen Carnadine bzw. mit Pirimor Granulat durchführen. Gegen Zikaden gibt es derzeit kein zugelassenes Insektizid. Auch die Zusatzwirkung im Falle einer Blattlausbehandlung ist stark eingeschränkt. Im letzten Jahr gab es regional trotz Insektizideinsatzes stärkeren Befall mit Weizenverzwergung bei Anbau Ende September/erste Oktoberwoche.
Ab dem Auflaufen des Getreides soll das Auftreten der Tiere beobachtet werden, dazu können Gelbschalen dienen. Man findet die Tiere aber auch in den jungen, eingerollten Blättern oder am Wurzelhals. Im Gegensatz zu Zikaden (diese übertragen auch das Weizenverzwergungsvirus) fliegen Blattläuse nicht weg, wenn man sich den Pflanzen nähert. Im Gegenlicht erscheinen die Tiere als leicht dunkle Punkte am Blatt – bitte trotzdem genau kontrollieren, da es sich auch um Erdpartikel handeln könnte. Eine wirtschaftliche Schadensschwelle ist schwer anzugeben, als Richtwert gelten in etwa 10 % Befall.
Ab dem 2 bis 3-Blattstadium und Auftreten von Blattläusen Tiere kann bei Bedarf eine Behandlung (z.B. gemeinsam mit der Unkrautbekämpfung – außer bei sehr früher Anwendung gegen Ackerfuchsschwanzgras/Raygras) mit zugelassenen synthetischen Pyrethroiden (Cymbigon Forte, Decis forte, Karate Zeon, Mavrik Vita/Evure, Nexide-bis 30.9.2026 zu verbrauchen oder Sumi Alpha/Sumicidin Top) oder Teppeki/Afinto, dem neuen Carnadine bzw. mit Pirimor Granulat durchführen. Gegen Zikaden gibt es derzeit kein zugelassenes Insektizid. Auch die Zusatzwirkung im Falle einer Blattlausbehandlung ist stark eingeschränkt. Im letzten Jahr gab es regional trotz Insektizideinsatzes stärkeren Befall mit Weizenverzwergung bei Anbau Ende September/erste Oktoberwoche.
Mais
Die Ergebnisse der zweiten Mykotoxin-Vorernteuntersuchung bei Weizen zeigen, dass der Befall mit Fusarium eher noch auf niedrigem Niveau liegt. Leider gibt es auf einem Standort Belastung mit Aflatoxinen. Diese werden von Aspergillus-Pilzen gebildet, wenn die Witterung sehr heiß ist, was heuer der Fall war. Bisher waren daher nur die östlichen Staaten in Europa betroffen. In den östlichen Bundesländern ist der Belastung mit diesem Toxin auch gegeben. Den Befall auf den einzelnen Standorten kann man über www.warndienst.at abrufen.
Bei optisch sichtbarem Befall mit weißlich-rosagefärbten Kolben (v.a. an der Spitze) soll eine rasche Ernte erfolgen.
Durch die Hitze findet man auch mehr Befall mit dem Maisbeulenbrand. Dieser Pilz bildet keine Toxine, bei fortgeschrittenem Befall reduziert die dunkle Sporenmasse in der Silage bei Silomais die Schmackhaftigkeit des Futters.
Beulenbrand tritt bei manchen Sorten v.a. nach Verletzungen (Hagel, mechan. Beschädigungen beim Einsatz von Hacke oder Striegel) stärker auf. Die Sporen des Pilzes überwintern im Boden.