Neue Versorgungsempfehlungen für Milchvieh: Spurenelemente
Der Ausschuss für Bedarfsnormen (AfBN) der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE) hat nach über 20 Jahren eine völlig neue und sehr umfangreiche Überarbeitung der "Empfehlungen zur Energie- und Nährstoffversorgung von Milchkühen" veröffentlicht. Im Zuge dieser Arbeit wurden auch die Bedarfsempfehlungen für die Versorgung mit Spurenelementen aktualisiert.
Spurenelemente
Als Spurenelemente werden Mineralstoffe bezeichnet, die in Konzentrationen von weniger als 50 Milligramm je Kilogramm Körpermasse im tierischen Organismus vorkommen. Trotz ihrer niedrigen Konzentration erfüllen sie wichtige Aufgaben im Körper. Daher ist, wie bei den Mengenelementen, auch hier eine bedarfsgerechte Versorgung äußerst wichtig.
Auch bei den Spurenelementen ist eine Unterversorgung unbedingt zu vermeiden, da sie negative Effekte auf Leistung und Fruchtbarkeit zur Folge hat. Aber auch eine Überversorgung ist kontraproduktiv. Auch Spurenelemente lösen bei Überversorgung antagonistische Effekte auf die Verwertung anderer Spurenelemnte aus. So hemmt ein Überschuss an Eisen die Verwertung von Kupfer, Zink, Mangan und Selen. Kupferüberschuss senkt aber seinerseits die Aufnahme von Zink, Mangan und Molybdän. Eine Manganüberversorgung wirkt sich wiederum negativ auf die Verwertung von Kupfer und Zink aus. Ein Überschuss an Molybdän senkt die Kupferverwertung.
In der Praxis kommen hohe Eisengehalte in den Rationen häufig vor. Grund dafür ist die Futterverschmutzung durch zu hohe Rohaschegehalte, besonders betroffen sind die Folgeaufwüchse im Herbst. Hohe Eisengehalte rechtfertigen aber keinesfalls eine massive Überdosierung mit anderen Spurenelementen, um die antagonistischen Wirkungen "auszugleichen".
Auch bei den Spurenelementen ist eine Unterversorgung unbedingt zu vermeiden, da sie negative Effekte auf Leistung und Fruchtbarkeit zur Folge hat. Aber auch eine Überversorgung ist kontraproduktiv. Auch Spurenelemente lösen bei Überversorgung antagonistische Effekte auf die Verwertung anderer Spurenelemnte aus. So hemmt ein Überschuss an Eisen die Verwertung von Kupfer, Zink, Mangan und Selen. Kupferüberschuss senkt aber seinerseits die Aufnahme von Zink, Mangan und Molybdän. Eine Manganüberversorgung wirkt sich wiederum negativ auf die Verwertung von Kupfer und Zink aus. Ein Überschuss an Molybdän senkt die Kupferverwertung.
In der Praxis kommen hohe Eisengehalte in den Rationen häufig vor. Grund dafür ist die Futterverschmutzung durch zu hohe Rohaschegehalte, besonders betroffen sind die Folgeaufwüchse im Herbst. Hohe Eisengehalte rechtfertigen aber keinesfalls eine massive Überdosierung mit anderen Spurenelementen, um die antagonistischen Wirkungen "auszugleichen".
Neue Versorgungsempfehlungen
Die Versorgungsempfehlungen für die Spurenelemente blieben gegenüber der letzten Veröffentlichung aus 2001 unverändert. Dies bedeutet, dass die bisher empfohlenen Versorgungsniveaus ihre Gültigkeit behalten und sich auch durch gestiegene Milchleistungen nicht verändert haben. Dies ist insofern logisch, da die Spurenelemente schon vorher als Konzentration in der Gesamtration je Kilogramm Trockenmasse angegeben wurden. Da durch gestiegene Milchleistungen auch die Trockenmasseaufnahme der Milchkühe gestiegen ist, ist die Versorgung mit Spurenelementen mit angestiegen.
Sicherheitszuschläge
Bei den Spurenelementen macht es keinen Sinn, über die empfohlenen Gehalte hinaus zu füttern. Diese Empfehlungen enthalten einen Sicherheitszuschlag. In der Praxis gelingt es eher selten, in Milchviehrationen jedes einzelne Spurenelement genau an den Bedarf angepasst zu verabreichen. Eine gewisse Überdosierung ist oftmals unvermeidlich. Diese sollte jedoch so gering wie möglich gehalten werden. In den Mineralfuttermitteln sind Spurenelemente fixe Vormischungen eingemischt. Nur durch Austauschen der Mineralfuttersorten kann versucht werden, eine möglichst ausgeglichene Versorgung mit allen Spurenelementen zu erreichen.
Mineralfuttersorten
Alle am Markt tätigen Futtermittelhersteller haben ein großes Sortiment an Mineralstoffmischungen, aus denen das richtige, zur eigenen Grundfutterration passende, gewählt werden kann. Im Online-Rationsprogramm des RDV sind alle gängigen Mineralfuttersorten eingetragen und werden jährlich aktualisiert.
An dieser Stelle sei auch den Futtermittelherstellern gedankt, die an der Aktualisierung ihres Sortimentes arbeiten und die aktuellen Gehaltswerte jedes Jahr an das Referat Fütterung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich übermitteln. Dadurch ist es allen LK-Fütterungsberatern österreichweit möglich, mit den aktuellen Mineralfuttersorten zu arbeiten.
An dieser Stelle sei auch den Futtermittelherstellern gedankt, die an der Aktualisierung ihres Sortimentes arbeiten und die aktuellen Gehaltswerte jedes Jahr an das Referat Fütterung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich übermitteln. Dadurch ist es allen LK-Fütterungsberatern österreichweit möglich, mit den aktuellen Mineralfuttersorten zu arbeiten.
Futtermittelanalysen machen
Wenn Futtermittel analysiert werden, sollten die Mineralstoffe unbedingt mit untersucht werden. Im Futtermittellabor Rosenau werden alle Mengen- und Spurenelemente in einem Block untersucht. Dadurch kann in der Rationsberechnung das passende Mineralfutter in der entsprechenden Dosierung ausgewählt werden. Es gibt nicht "das eine" passende Mineralfutter. Jeder Betrieb hat andere Grundfutterqualitäten und auch die Konzentration an Mengen- und Spurenelementen schwankt von Jahr zu Jahr und zwischen den Aufwüchsen erheblich. Auch Maissilage sollte mit einer Vollanalyse untersucht werden, da sie einen immer höheren Anteil in der Milchviehfütterung einnimmt.
Genauere Informationen finden sich auch in der neuen Ausgabe "Effiziente Mineralstoff- und Vitaminversorgung von Milchkühen" ÖAG-Info 4/2025, HBLFA Raumberg-Gumpenstein, www.gruenland-viehwirtschaft.at
Nutzen Sie auch das Beratungsangebot der LK-Fütterungsberatung.
Nutzen Sie auch das Beratungsangebot der LK-Fütterungsberatung.