Mais im Härtetest – das Maisjahr 2026
Von der Trockenheit geprägt
Um das Ausmaß der extremen Trockenheit im Jahr 2026 einordnen zu können, muss man bereits auf den Herbst 2025 zurückblicken. Am Standort Bad Wimsbach-Neydharting betrug das Niederschlagsdefizit zum Jahreswechsel 2025/2026 bereits knapp 100 l/m². Im bisherigen Jahresverlauf fehlen gegenüber dem langjährigen Durchschnitt weitere rund 250 l/m². Damit summiert sich das Niederschlagsdefizit seit Herbst 2025 auf knapp 350 l/m².
Wie deutlich dieses Defizit ist, zeigt ein Vergleich mit dem Weinviertel: Der durchschnittliche Jahresniederschlag in Retz im Bezirk Hollabrunn liegt bei rund 450 l/m². Im oberösterreichischen Alpenvorland fehlt somit seit dem vergangenen Herbst beinahe eine gesamte Jahresniederschlagsmenge, wie sie für Retz typisch ist.
Die Auswirkungen des Niederschlagsdefizits unterscheiden sich regional deutlich. Während sie sich an manchen Standorten noch in Grenzen halten, sind die Folgen andernorts bereits gravierend. Weitere Niederschläge werden dringend benötigt, um die Bodenwasservorräte wieder aufzufüllen und die landwirtschaftlichen Kulturen ausreichend mit Wasser zu versorgen. Ein weiteres Jahr mit ähnlich geringen Niederschlagsmengen würde die Landwirtschaft vor erhebliche Herausforderungen stellen.
Wie deutlich dieses Defizit ist, zeigt ein Vergleich mit dem Weinviertel: Der durchschnittliche Jahresniederschlag in Retz im Bezirk Hollabrunn liegt bei rund 450 l/m². Im oberösterreichischen Alpenvorland fehlt somit seit dem vergangenen Herbst beinahe eine gesamte Jahresniederschlagsmenge, wie sie für Retz typisch ist.
Die Auswirkungen des Niederschlagsdefizits unterscheiden sich regional deutlich. Während sie sich an manchen Standorten noch in Grenzen halten, sind die Folgen andernorts bereits gravierend. Weitere Niederschläge werden dringend benötigt, um die Bodenwasservorräte wieder aufzufüllen und die landwirtschaftlichen Kulturen ausreichend mit Wasser zu versorgen. Ein weiteres Jahr mit ähnlich geringen Niederschlagsmengen würde die Landwirtschaft vor erhebliche Herausforderungen stellen.
Wo der Mais auf dem Prüfstand stand
Die Standorte der Maisversuche strecken sich vom Bezirk Schärding bis zum Bezirk Perg. Es werden Silomaise und Körnermaise in Streifenversuchen und auf einem Standort auch als Exaktversuch verglichen.
Die Silomaisstandorte sind:
Beim Körnermais wurde auf insgesamt 5 Standorten getestet. Die Standorte waren:
Die Ernte der Versuche ist bereits abgeschlossen, die Leistungen der einzelnen Sorten auf den unterschiedlichen Standorten sind im Versuchsportal der Landwirtschaftskammer OÖ ersichtlich.
Die Silomaisstandorte sind:
- Otterbach (Schärding) mit 26 Sorten (Streifenversuch)
- Bad Wimsbach Neydharting (Wels Land) mit 28 Sorten (Exaktversuch)
Beim Körnermais wurde auf insgesamt 5 Standorten getestet. Die Standorte waren:
- Mauthausen (Perg) mit 25 Sorten (Streifenversuch)
- Walding (Urfahr Umgebung) mit 24 Sorten (Streifenversuch)
- Geinberg (Ried) mit 29 Sorten (Streifenversuch)
- Linden/Steinerkirchen an der Traun (Wels Land) mit 29 Sorten (Streifenversuch)
- Bad Wimsbach – Neydharting (Wels Land) mit 30 Sorten (Exaktversuch)
Die Ernte der Versuche ist bereits abgeschlossen, die Leistungen der einzelnen Sorten auf den unterschiedlichen Standorten sind im Versuchsportal der Landwirtschaftskammer OÖ ersichtlich.
Was bleibt heuer über?
In guter Erinnerung wird uns das Maisjahr 2026 wohl nicht bleiben, schlaflose Nächte wird es uns höchstwahrscheinlich aber auch nicht bereiten. Zwar fielen die Erträge deutlich niedriger aus als 2025, allerdings war das Vorjahr mit seinen Spitzenerträgen auch ein außergewöhnliches Maisjahr. Vergleicht man die Ergebnisse mit trockeneren Jahren wie 2023, zeigt sich, dass die Erträge heuer in einer ähnlichen Größenordnung liegen.
Interessant waren 2026 vor allem die regionalen Unterschiede bei den Niederschlägen. Insbesondere das Innviertel profitierte von günstigeren Niederschlagsverhältnissen. Das zeigte sich auch an den Versuchsstandorten Geinberg im Körnermais und Otterbach im Silomais.
Um die Leistungsfähigkeit einzelner Sorten richtig einordnen zu können, ist es daher entscheidend, Versuchsergebnisse über mehrere Jahre und Standorte hinweg zu vergleichen. Denn ein einzelnes Versuchsjahr ist nur eine Momentaufnahme und lässt keine abschließenden Rückschlüsse auf die Ertragsleistung einer Sorte zu.
Was bleibt, ist die Hoffnung auf ausreichende Niederschläge – nicht nur für den Maisanbau, sondern für die gesamte Landwirtschaft.
Interessant waren 2026 vor allem die regionalen Unterschiede bei den Niederschlägen. Insbesondere das Innviertel profitierte von günstigeren Niederschlagsverhältnissen. Das zeigte sich auch an den Versuchsstandorten Geinberg im Körnermais und Otterbach im Silomais.
Um die Leistungsfähigkeit einzelner Sorten richtig einordnen zu können, ist es daher entscheidend, Versuchsergebnisse über mehrere Jahre und Standorte hinweg zu vergleichen. Denn ein einzelnes Versuchsjahr ist nur eine Momentaufnahme und lässt keine abschließenden Rückschlüsse auf die Ertragsleistung einer Sorte zu.
Was bleibt, ist die Hoffnung auf ausreichende Niederschläge – nicht nur für den Maisanbau, sondern für die gesamte Landwirtschaft.