LK-Gartentipp
Kiwi für den eigenen Garten
Die Kiwi, auch Chinesische Stachelbeere genannt,
gehört zur Familie der Strahlenriffelgewächse oder
Actinidiaceae.
Von Natur aus entwickelt sich
die Kiwi zu einem schlingend
wachsenden Strauch, weshalb
sie einen intensiven Schnitt
braucht, um sie in Form zu
halten. Die Gattung Actinidia
umfasst nach einer ausführlichen
Darstellung 36 bekannte
Arten, welche sich in vier
Sektionen gliedern. Die Systematik
nach Zander beschreibt
nur sechs Arten.
Anspruchsvolle großfrüchtige
Die großfrüchtige Actinidia
chinensis wird der Sektion
Stellatae zugeordnet. Sie ist
am anspruchsvollsten und
wird in unseren Breiten derzeit
als Kübelpflanze mit Winterquartier
kultiviert. In der
Südsteiermark und in Slowenien
gibt es auch schon länger
Pflanzungen im Freiland.
Anspruchslosere kleinfrüchtige
Die kleinfrüchtigen Kiwis,
bekannt geworden als „Weiki
(Weihenstephaner Kiwi)“
oder „Bayernkiwi“ gehören
verschiedenen Sektionen
und Arten an. Das Pflanzgut
für ein und die selbe Anlage
differiert oft stark. Meist gehören
die Pflanzen zu Actinidia
kolomikta oder Actinidia
arguta der Sektion Laiocarpae.
Diese Kiwi sind sehr robust
für dauerhafte Freilandpflanzungen
ohne Winterschutz
geeignet.
Weibliche und männliche Pflanzen
Kiwi sind getrenntgeschlechtlich.
Es gibt also weibliche
und männliche Pflanzen. Für
Kübelpflanzen ist es daher
wichtig, beide zu haben. In
Freilandanlagen bringen die
weiblichen Pflanzen die Erträge.
Es genügt zur Bestäubung
männliche Pflanzen im
Abstand bis zu 20 Meter unter
die weiblichen zu pflanzen.
Größere Abstände führen zu
mangelhafter Befruchtung.
Vielseitige Verwendung
Das grüne Fruchtfleisch ist
sehr attraktiv und vielseitig
zu verwenden. Als Frischobst
werden großfrüchtige Kiwis
mit dem Löffel gegessen. Attraktiv
sind die Früchte für
Marmeladen, Fruchtaufstriche,
Müslis und bunte Fruchtbecher.
Milchprodukte mit
Kiwis zerrinnen etwas, was
aber dieser edlen Komposition
nichts von ihrem Charme
nimmt. Auch zum Brennen
sind Kiwis bestens geeignet.