Geringe Teilnahme an der optionalen Maßnahme "Cultan-Düngung auf Ackerflächen“
Das CULTAN-Verfahren basiert auf einer kontrollierten Stickstoffdüngung "auf Vorrat" - quasi die Kunst des Wachsenlassens durch Anlegen eines Düngerdepots im Boden. Seit dem Jahr 2025 wird diese Düngeform bei Teilnahme an der ÖPUL-Maßnahme "Vorbeugender Grundwasserschutz - Acker" mit 40 Euro/ha Ackerfläche in der Gebietskulisse als optionaler Zuschlag gefördert. Eine Beantragung im Mehrfachantrag ist dafür notwendig.
CULTAN - was ist das?
Bei der CULTAN-Düngung erfolgt die Stickstoffdüngung "direkt an der Wurzel". CULTAN ist die Abkürzung für Controlled Uptake Long Term Ammonium Nutrition, übersetzt also "kontrollierte Langzeit-Ammoniumernährung", und geht einen Schritt weiter als die herkömmliche Düngung: Das Verfahren packt "das Problem" direkt an der Wurzel. Durch Injektion von konzentriertem flüssigen Ammoniumdünger wird ein Stickstoff-Düngerdepot im Boden platziert und der Stickstoff daraus von der Pflanzenwurzel direkt aufgenommen.
Teilnahmeraten 2025 in Oberösterreich
Im GRUNDWasser 2030 nahmen 21 Betriebe an der Maßnahme "Cultan-Düngung auf Ackerflächen" teil, was unter 1% aller im Grundwasser 2030 teilnehmenden Betriebe entspricht. Diese führten auf 403 ha Ackerfläche eine Cultan-Düngung durch. Die meisten teilnehmenden Betriebe und Ackerflächen liegen im Bezirk Steyr. Bei den Grundwassergebieten sind das Eferdinger Becken und das Gebiet Traun-Enns-Platte Ost am stärksten vertreten.
Tipp: In der nächsten Ausgabe des Boden.Wasser.Schutz.Blattes wird das Thema Cultandüngung beim Weizen umfassend behandelt.