Die Bäuerin: 2026 steht ganz im Zeichen der Bäuerinnen
2026 wird das Internationale
Jahr der Bäuerinnen – und selten
war der Blick auf die Frauen
in der Landwirtschaft so wichtig
wie jetzt. Die Vorsitzende
des Bäuerinnenaussschusses
Johanna Haider macht in einem
Wissenspodcast zum Start
ins Internationale Jahr deutlich,
wie groß der Beitrag der
Frauen ist: „Rund 39 Prozent
der Arbeitskraft in der Landwirtschaft
leisten Frauen. Und
die Hälfte von ihnen ist direkt
in der Lebensmittelproduktion
dabei.“
Längst geht es nicht mehr
nur um die Stallarbeit. Frauen
übernehmen Betriebe, treffen
Investitionsentscheidungen,
bringen Know-how aus anderen
Berufen ein und öffnen
neue Standbeine. „Wir Bäuerinnen
sind Brückenbauerinnen
zur Gesellschaft – in Kindergärten,
Schulen und bei Aktionstagen“,
erklärt Haider.
Frauen Mut machen zum Mitreden
Doch nicht überall ziehen Politik
und Strukturen mit. Rosemarie
Ferstl, LK-Vizepräsidentin
betont: „In der Betriebsführung
sind Frauen stark etabliert
– aber politisch sind wir
oft noch zu wenig vertreten.“
Mentoring, Mut und gegenseitige
Unterstützung seien daher
entscheidend, um Frauen
sichtbarer zu machen. Gleichzeitig
stehen viele Bäuerinnen
unter enormem Druck: Schicksalsschläge,
Überforderung,
plötzliche Betriebsübernahme
– Situationen, die Frauen
oft alleine stemmen müssen.
„Wichtig ist, dass man vorher
abgesichert ist und im Ernstfall
Beratung und Betriebshilfe bekommt“,
erklärt die Vizepräsidentin.
Podcast zum Start ins Internationale Jahr
Im Wissenspodcast, der ab
kommenden Freitag auf HT1,
LT1 und online auf www.ht1.
at zu sehen ist, geben Johanna
Haider und Rosemarie Ferstl
einen wirklich guten Überblick,
was die Bäuerinnen im
Jahr 2026 bewegt, wofür sie
stehen, wo es noch Luft nach
oben gibt, auch was die Wahrnehmung
in der Öffentlichkeit
angeht und warum das Internationale
Jahr der Bäuerin
wichtig ist, um ein Bewusstsein
zu schaffen, dafür, was die Bäuerinnen
alles leisten. Die Moderation
des Podcasts wurde
von HT1-Chefredakteur Gerald
Schlager übernommen.