Butteraktion ist Hohn für heimische Milchbauern
Großes Unverständnis und Unmut löst bei heimischen Milchbauern die aktuelle Werbeaktion einer großen Handelskette aus, bei der irische Butter um lediglich einen Euro angeboten wird. „Solche Aktionen mögen kurzfristig Frequenz in die Geschäfte bringen, senden jedoch ein fatales Signal für die Wertschätzung von Lebensmitteln und die Arbeit der Milchbäuerinnen und Milchbauern“, äußert sich LK OÖ-Präsident Franz Waldenberger erbost. Wiederholt hat die Landwirtschaftskammer derartige Aktionen kritisiert, insbesondere wenn hochwertige Milchprodukte als Lockartikel eingesetzt werden.
„Gerade in einer Zeit, in der die Milchbäuerinnen und Milchbauern mit enormen Herausforderungen konfrontiert sind, ist jeder Cent beim Milchgeld von entscheidender Bedeutung. Die Auswirkungen von Wetterextremen und Dürre im heurigen Sommer, hohe Energie- und Betriebsmittelkosten sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten führen zu steigenden Produktionskosten auf den landwirtschaftlichen Betrieben“, stellt Waldenberger die Notwendigkeit steigender Milchpreise fest. Gleichzeitig werden an die Landwirtschaft laufend zusätzliche Anforderungen in den Bereichen Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz gestellt. Diese Leistungen können jedoch nur erbracht werden, wenn sie durch entsprechende Erzeugerpreise abgesichert werden.
Besonders problematisch ist, dass ausgerechnet ein sensibler Rohstoff wie Butter zum Gegenstand aggressiver Preiswerbung wird. Gerade bei Butter, die eingefroren werden kann, bringt das Verzögerungen beim Verbrauch bzw. Absatz.