Waldenberger begrüßt Resolutionsantrag an den OÖ Landtag zur EU-Industrieemissionsrichtlinie
Die Landwirtschaftskammer Oberösterreich begrüßt die für die Landtagssitzung am 29. Jänner 2026 angekündigte Resolution zur Herauslösung der Landwirtschaft aus der EU-Industrieemissionsrichtlinie und zur Anhebung der Schwellenwerte auf mindestens 600 Großvieheinheiten als wichtiges politisches Signal an die Bundesregierung und die europäische Ebene. „Dieser Resolutionsantrag ist ein klares Zeichen aus Oberösterreich, dem Tierhaltungs-Bundesland Nummer 1. Er zeigt, dass die geplante Ausweitung der Industrieemissionsrichtlinie auf bäuerliche Familienbetriebe an der Praxis vorbeigeht“, betont LK-Präsident Franz Waldenberger. „Wenn Stallungen eines bäuerlichen Familienbetriebes künftig wie ein Industriebetrieb genehmigt werden müssten, dann läuft grundsätzlich etwas schief.“
Hintergrund ist die Novelle der EU-Industrieemissionsrichtlinie, mit der die Schwellenwerte für landwirtschaftliche Betriebe in mehreren Stufen bis September 2030 massiv abgesenkt werden sollen – in Summe um bis zu 76 Prozent. Damit würden auch in Oberösterreich hunderte Betriebe unter eine verpflichtende IPPC-Genehmigung fallen. „Das bremst Stallbauinvestitionen, verteuert jeden Umbau und gefährdet die Versorgungssicherheit“, so Waldenberger. „Hier werden bäuerliche Familienbetriebe in ein industrieähnliches Genehmigungsregime gedrängt, das mit bäuerlicher Realität nichts zu tun hat.“ Bereits im Juni 2022 hatte die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich eine Resolution beschlossen, die sich klar gegen die Anwendung der Industrieemissionsrichtlinie auf landwirtschaftliche Betriebe ausspricht. „Dass nun auch der OÖ Landtag diesen Kurs unterstützt, bestätigt unsere Linie“, unterstreicht Waldenberger.